Informationen zum Kaltlaufregler / Kaltstartregler Einbau

Der Kaltlaufregler verringert den Schadstoffausstoß bei Fahrzeugen älteren Baujahres. Voraussetzung dafür ist, dass die Fahrzeuge mit einem Ottomotor und einem G- Kat ausgestattet sind, denn nur so kann der Kaltlaufregler den Schadstoffausstoß nach einem Kaltstart verringern. Durch eine Kaltlaufregler- Umrüstung auf Euro2 fallen Fahrzeuge, von Euro1 auf Euro2, teilweise sogar in die D3-Norm. Voraussetzung für die D3- Norm ist allerdings, dass der Katalysator des Fahrzeugs nach wie vor einwandfrei funktioniert.

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Funktionsweise eines Kaltlaufregler:
Wird der Motor gestartet, spricht man von einem klassischen Kaltstart. In den folgenden Minuten befindet sich das Motoraggregat in der Warmlaufphase, in welcher über 75% des gefährlichen Kohlenmonoxid, sowie Kohlenwasserstoffe ungefiltert aus dem Auspuff strömen. Der Grund hierfür ist, dass weder Motor, noch Kat ihre Betriebstemperatur erreicht haben. Die Elektronik stuft das Schadstoffgemisch als „fetter“ ein, als es eigentlich ist. Eben weil der Katalysator seine Betriebstemperatur noch nicht im Ansatz erreicht hat, ist er beinahe wirkungslos, die Schadstoffe werden nicht verbrannt und können ungefiltert austreten. In der Warmlaufphase des Motors setzt nun der Kaltlaufregler ein. Der Kaltlaufregler führt dem Ansaugsystem einen zusätzlichen Luftstrom zu. Durch diesen wird das Schadstoffgemisch „abgemildert“. Die gefährlichen Schadstoffe Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff werden somit deutlich reduziert. Zusätzlich bewirkt der Kaltlaufregler, dass Motor, Katalysator und Lambdasonde schneller ihre Betriebstemperatur erreichen. Die Warmlaufphase beträgt nun beispielsweise nicht mehr vier, sondern nur noch zwei Minuten. In diesen zwei Minuten verringert sich schließlich auch der gesamte Schadstoffausstoß. Hat das Kühlwasser eine bestimmte Temperatur erreicht, schaltet sich der Kaltlaufregler automatisch ab, dem Ansaugtrakt wird keine zusätzliche Luft mehr zugeführt.

Vorgehensweise vor dem Einbau des Kaltlaufregler:
Wie bereits beschrieben, ist es unerlässlich, dass der Katalysator, sowie sämtliche abgasrelevanten Bauteile auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden müssen. Hierzu sollte das Fahrzeug einer speziellen AU- Prozedur unterzogen werden. Während dieser Untersuchung wird festgestellt, ob Teile im Abgassystem Defekte aufweisen. Diese sollten unbedingt behoben, poröse Bauteile ausgetauscht werden. Ist gegen die Abgaswerte nichts auszusetzen, kann das Kaltlaufregler eingebaut werden. Wichtig beim eigenständigen Einbau des Kaltlaufregler ist, dass der Einbau am selben Tag erfolgen muss, an dem die Abgasprüfung stattgefunden hat. Baut man den Regler erst einige Tage später ein, so muss eine erneute Abgasprüfung am Fahrzeug vorgenommen werden. Auskünfte rund um den Einbau und das Erlöschen der Betriebserlaubnis erteilt eine TÜV- Abnahmestelle oder die zuständige Zulassungsbehörde.

Eintragung des Kaltlaufregler in die Fahrzeugpapiere:
Natürlich ist es von Nöten, dass eine Umrüstung mittels Kaltlaufregler in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden muss. Für diese Eintragung benötigt die zuständige Zulassungsbehörde folgende Unterlagen:
- Kraftfahrzeug- Schein
- Kraftfahrzeug- Brief
- Allgemeine Betriebserlaubnis des Kaltlaufreglers (wird mitgeliefert, bzw. von der Werkstatt ausgehändigt)
- Steueränderungsantrag, vollständig ausgefüllt
- Kat- Test, vollständig ausgefüllt
- Einbaubescheinigung

Das Finanzamt wird von der Zulassungsstelle informiert, welche die Eintragung des Kaltlaufregler vorgenommen hat. Somit erhält der Fahrzeughalter einen geänderten Kraftfahrzeug- Steuerbescheid und bereits gezahlte KFZ-Steuer wird zurückerstattet.

Die Vorteile eines Kaltlaufregler:
- Wie im letzten Absatz beschrieben, bietet der Einbau eines Kaltlaufregler steuerliche Vorteile. Wie hoch die Ersparnis ist, hängt vom jeweiligen Motor, bzw. Hubraum ab. Die Faustformel lautet: Je größer der Hubraum, desto größer die KFZ-Steuer Ersparnis.
- Durch die Verkürzung der Warmlaufphase des Motors verschleißt dieser nicht so schnell, im besten Fall steigern sich Laufleistung und Haltbarkeit.
- Bei Fahrzeugen, welche häufig für Kurzstrecken genutzt werden, reduziert sich der Verbrauch.
- Durch die Verkürzung der Warmlaufphase wird das ungefilterte Austreten von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff verhindert, dieser Umstand kommt der Umwelt zugute.

Zusammenfassend bleibt zu sagen:
Wer sein altes Fahrzeug auf der einen Seite vergöttert, auf der anderen Seite verflucht, weil die jährliche Steuerlast enorm hoch ist, sollte sich über den Einbau eines Kaltlaufregler Gedanken machen. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen, die Umwelt profitiert von der Umrüstung mit einem Kaltlaufregler, die Brieftasche des Fahrzeughalters ebenso.
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